5 schlechte Minuten reichten…
FSV Spandauer Kickers – Sp.Vg. Blau Weiß 1890 Berlin 1:3 (1:3)
FSV Spandauer Kickers: Serhii Zhemchuzhnyi, Klaus Oldorff, Tiziano Szuwarski (51. Ricardo Hantschke) (90. Jakub Ado Klepczynski), Luca Pomorin, Elias Wesner, Jack Krumnow, Isaac Vefonge Wana, Kilian Dewald, Younes Bougoubba (80. Finn Walter), Wesa Den Araujo Van-Dunem (67. Lucas Scheffel), Okan Tastan – Trainer: Lukasz Lach
Sp.Vg. Blau Weiß 1890 Berlin: Michael Hinz, Florian Bäker (72. Daniel Kaiser), Mattis Daube, Florian Baak, Fabian Engel, Marcel Rausch, Firat Sucsuz, Emre Rosin (60. Umran Saied) (85. Mohamed Akasha), Guilherme Henrique Lopes De Oliveira, Michel Ulrich (20. Yves Benjamin Brinkmann), Efe-Hasan Bashev – Trainer: Rani Al Kassem
Schiedsrichter: Alexander Meinhardt (Berlin) – Zuschauer: 50
Tore: 1:0 Okan Tastan (26.) Traumkombination aus Konterstellung, 1:1 Fabian Engel (27. Foulelfmeter) verursacht durch Vefonge Wana, als er einem Gegner versehentlich auf den Fuß trat, ohne dass der Ball in Spielnähe war, „gut gebrüllt, Löwe!“,, 1:2 Emre Rosin (31.), 1:3 Guilherme Henrique Lopes De Oliveira (33.)
Sicherlich waren die Blau-Weißen das spielerisch reifere und technisch bessere Team, doch der zweifelhafte Elfmeter und die fünf weiteren Minuten Tiefschlaf brachen uns das Genick.
Man kann unserer Mannschaft nicht vorwerfen, nicht alles versucht zu haben. Sie kämpfte wie schon in Mariendorf aufopferungsvoll, jedoch fehlte die nötige Durchschlagskraft. Die Blau-Weißen standen massiert hinten, gewannen die Mehrzahl der Zweikämpfe und ließen wenig zu. Vielleicht hätte das Spiel noch eine Wende genommen, wenn der zuletzt so treffsichere O. Tastan in der 44. Minute den wichtigen Anschlusstreffer vor der Pause erzielt hätte.
Mit den Blau-Weißen haben wir sicherlich einen Geheimfavoriten gesehen, auch wenn sie heute nicht vollends überzeugen konnten. Aber auch in dieser Saison scheint die Liga wieder eine „Wundertüte“ zu sein, wo Jeder Jeden schlagen kann und sich weder oben, noch unten Mannschaften absetzen können oder krass abfallen. Also müssen wir trotz der zwei Siege zuvor weiter auf der Hut sein.
Am nächsten Sonntag wird die nächste englische Woche eingeläutet. Um 14.00 h wird am Segelfliegerdamm der starke Aufsteiger Sportfreunde Johannisthal unser nächster Gegner sein, an den wir im Laufe der Jahre gemischte Erinnerungen haben.
Langsam müssen wir uns daran gewöhnen, dass es Herbst wird. Kennt Ihr Johann Gaudenz von Salis-Seewis und Johann Friedrich Reichardt? Ich kannte sie bis vor ein paar Stunden auch nicht. Ihnen jedenfalls haben wir eines der schönsten deutschen Herbstlieder zu verdanken, Text 1782, Melodie 1799, gut Ding will Weile haben.
Bunt sind schon die Wälder;
Gelb die Stoppelfelder,
Und der Herbst beginnt.
Rothe Blätter fallen,
Graue Nebel wallen,
Kühler weht der Wind.
Wie die volle Traube,
Aus [dem]1 Rebenlaube,
Purpurfarbig strahlt;
Am Geländer reifen
Pfirsiche mit Streifen
Roth und weiß bemahlt.
Sieh! Wie hier die Dirne
Emsig Pflaum' und Birne
In ihr Körbchen legt;
Dort, mit leichten Schritten,
[Jene, goldne]2 Quitten
In den Landhof trägt!
Flinke Träger springen,
Und die Mädchen singen,
Alles jubelt froh!
Bunte Bänder schweben,
Zwischen hohen Reben,
Auf dem Hut von Stroh!
Geige tönt und Flöte
Bei der Abendröthe
Und im [Mondenglanz]3;
Junge Winzerinnen
Winken und beginnen
Deutschen Ringeltanz.