Erste Halbzeit zu wenig…
Delay Sports Berlin – FSV Spandauer Kickers 5:2 (3:0)
Delay Sports Berlin: Tobias Dünhaupt, Ali Wazneh (67. Serkan Tokgöz), Panzu De Angelo Ernesto, Eddie Udeoka, Fabian Klawa (61. Marco Rademacher), Egzon Ismaili, Lukas Rohana, Florian Medrane (75. Tim Sulmer), Can Kilian Cakin, Enes Küc (67. Deniz-Kaan Hirik), Zulu Ernst (87. Marvin Kupfer) – Trainer: Kevin Pannewitz
FSV Spandauer Kickers: Serhii Zhemchuzhnyi, Jakub Ado Klepczynski, Florent Iseni, Tiziano Szuwarski, Ricardo Hantschke (61. Klaus Oldorff), Samuel Agyei-Yeboah, Kilian Dewald (38. Arda Sahin), Younes Bougoubba (68. David Gezer), Erfan Ghulami (61. Lucas Scheffel), Wesa Den Araujo Van-Dunem (61. Isaac Vefonge Wana), Okan Tastan – Trainer: Lukasz Lach – Co-Trainer: Andre Stifter
Schiedsrichter: Jason Wolodja Schumann – Zuschauer: 210
Tore: 1:0 Zulu Ernst (10.), 2:0 Zulu Ernst (40.) beide aus Kontersituationen großartig herausgespielt, 3:0 Zulu Ernst (42. Foulelfmeter) verursacht von Van-Dumen, 3:1 Okan Tastan (74. Foulelfmeter) verwirkt an Gezer, 4:1 Egzon Ismaili (80.) nach einem groben Abstimmungsproblem, 4:2 Okan Tastan (83.), 5:2 Zulu Ernst (86.) Torschütze wurde nach Eckball völlig blank gelassen.
Gelb-Rot: Lukas Rohana (89./Delay Sports Berlin/) Gelbe Karten: Szuwarski, Iseni, Van-Dunem und Trainer Lach
9.30 Uhr Spielbeginn, einige sagen „Der frühe Vogel fängt den Wurm!“, andere wiederum zweigespalten „Der frühe Vogel kann mich mal!“. 9.30 Uhr heißt auch Erinnerung genau ein Jahr und ein Tag zurück, als wir ebenfalls an der Blissestraße im Punktspiel beim 1. FC Wilmersdorf 1:6 verloren und sechsmal „I feel good!“ durch die Lautsprecher dröhnte.
Diesmal gab es ein Glück keine Musik nach den Gegentoren.
Delay Sports ist eine Mannschaft, die weitaus mehr als Landesliganiveau hat und in unserer Liga sicherlich auch zu den Spitzenteams gehören würde, fußballerisch und spielerisch sehr gut ausgebildet und in Umschaltmomenten mit hohem Tempo versehen. Es gibt eine fünfstellige Zahl an Followern (so heißt es heute), die diese Art von Vereinspolitik mögen, aber es gibt auch Kritiker dieses Gebilde mit großer Internetpräsenz. Ich persönlich würde gerne in eine Glaskugel schauen, um zu sehen, wo dieser Club in fünf Jahren steht. In jedem Falle waren die „Delayer“ (englisch: Unterbrechung) der verdiente Sieger, wobei sie ununterbrochen mit allen Mannschaft Spielklasse für Spielklasse höher klettern.
Eigentlich fingen wir gut an, die Wilmersdorfer lauerten auf Fehler im Spielaufbau und nutzten diese bei den ersten beiden Toren eiskalt.
Auch die zweite Halbzeit sah aus unserer Sicht gar nicht so schlecht aus, aber auch hier hatte der Gegner bei Gegentoren stets eine Antwort parat. Nach dem 1:3 hatten wir zwei Riesen zum Anschlusstreffer, vergaben aber überhastet. Ob das Spiel dann eine Eigendynamik und Wende bekommen hätte, weiß wohl nur der Fußballgott.
Nun gilt es, sich nach dem Pokalaus auf die kommende englische Woche mit der „Tempelhofer Kurve“ zu konzentrieren. Erst Croatia (a), dann TSV Mariendort (a) und letztlich Blau-Weiß 90 (h). Da die Liga sehr ausgeglichen zu sein scheint, hoffen wir, bei SD Croatia am Sonntag um 14.30 h im Friedrich-Ebert-Stadion an der Bosestraße die Kurve zu kriegen. Wir dürfen uns nicht davon blenden lassen, dass der Oberligaabsteiger derzeit das Tabellenende ziert, Trainer Ayhan Bilek hat großes Verletzungspech. Also: Unterschätzen verboten!
1997 schuf die Berliner Gruppe Western Union um den unvergessenen Larry Schuba einen Song, dessen ersten beiden Zeilen das widerspiegelt, wie es beiden Mannschaften wohl ging, die „Delayer“ verkrafteten es deutlich besser:
Sechs Uhr morgens heißt es aufstehn.
Um halb sieben kommt der Bus.
Meine Frau liegt noch im Bett,
Zum Abschied ein verschlafner Kuss .
Dann 10 Stunden an der Drehbank,
Überstunden jeden Tag.
Und der Himmel weiss, wann ich mal Urlaub hab.
Ein Typ, der erzählte mir von England
Und den Tempeln von Bombay.
Und ein Kumpel war beim Segeln in der San Francisco Bay.
Ne Bekannte aus der Firma sonnte sich in Waikikii,
Nur mein grosser Traum erfüllt sich leider nie.
Ich möcht so gerne mal nach Nashville,
Im Greyhound Bus durch USA.
Ich möchte all die großen Stars sehn,
Die ich auf Bildern immer sah.
Dann gehn wir in die Grand Ole Opry.
Zu Ernest Tubb und Dicky Lee.
Ich möcht so gerne mal nach Nashville,
Nashville Tennessee.
Der Eine träumt von Rio, vom Carneval Brazil,
Doch wir als alte Country Fans, wir haben nur ein Ziel
Ich möcht so gerne mal nach Nashville,
Im Greyhound Bus durch USA.
Ich möchte all die großen Stars sehn,
Die ich auf Bildern immer sah.
Dann gehn wir in die Grand Ole Opry.
Zu Ernest Tubb und Dicky Lee.
Ich möcht so gerne mal nach Nashville,
Nashville Tennessee.Doch die verdammte Werksirene,
Reisst mich heraus aus meinem Traum.
Da ich das alles, was ich träume,
Auch mal erlebe, glaub ich kaum.
Doch jeden Tag ne halbe Stunde
Mit Käsebrot und heissem Tee
Mach ich nen kleinen Trip nach Nashville.
Nashville Tennessee.
Nashville Tennessee.
Nashville Tennessee